« Kaspersky Internet Security 2011 | Home | G Data InternetSecurity 2010 für Netbooks (auf USB-Stick) »
Softwareentwicklung von Kopf bis Fuß: Ein Buch zum Mitmachen und Verstehen
Ein Konzept setzt sich durch : O’Reillys “Kopf bis Fuß”-Reihe hat sich Stück für Stück per Fuß auf den Weg gemacht, die Köpfe der Computerbuch-Leser zu erobern — Titel wie Entwurfsmuster von Suchtrend Kopf bis Fuß präsentieren komplexe Lerninhalte unterhaltsam spielerisch und wer bis vor kurzem noch die Nase über “unernsten” Inhalte rümpfte, muss inzwischen wohl eingestehen, dass auch die unterhaltsame Herangehensweise an schwierige Fachthemen durchaus Hand und Fuß haben kann. Dan Pilone, Russ Miles, Jörg Beyer und Lars Schulten tauchen im neusten Titel der Serie nun in die Tiefen der Softwareentwicklung ab : mit Softwareentwicklung von Kopf bis Fuß : Ein Buch zum Mitmachen und Verstehen rennen sie jeden verstaubten Fachtext aus dem Informatiker-Turm glatt übern Haufen und hinterlassen dabei gut gelaunte Entwickler. Sich trauen und genießen lautet die Devise!
Gewöhnungsbedürftig ist das Kopf/Fußkonzept allemal : auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass man “nur” den Entwurf, jedoch nicht das fertige Buch zum Thema in der Hand hält. Falsch gedacht und so gewollt : Aufmerksamkeit, Lernbereitschaft und Kreativität lassen sich nicht erzwingen, wohl aber durch Anfüttern hervorholen. So wechseln die Autoren spielerisch zwischen Code, Aufgaben, Rätseln, Anekdoten, Zeichnungen und Skizzen und verknüpfen somit alles zu einem Gesamtbild, das im Hirn des Lesers hängen bleibt.
Unter Berücksichtigung der neuesten lerntheoretischen Erkenntnisse arbeiten sich die Autoren Dan Pilone und Russ Miles in der gelungenen Übersetzung von Jörg Beyer und Lars Schulten durch die Aufgabengebiete der Softwareentwicklung, an deren Spitze natürlich die Kundenzufriedenheit steht, Planung, Design, Versionskontrolle, Tests, der Code, Iteration bis hin zu Bugs-Behebung inklusive.
Related: Buch • Mitmachen • Softwareentwicklung • Verstehen • 07/10 • 4 Kommentare »


10.May 2010 at 12:00 am
Habe dieses Buch zum Anfang meiner Diplomarbeit gelesen und muss sagen, ich hätte es schon eher brauchen können. Fachwissen mal anders vermittelt … trotz der lockeren Schreibweise der Autoren kommt alles was man wissen muss rüber und durch die Wiederholung bleibt es auch hängen. Das Buch habe ich in zwei Tagen verschlungen, ein seltenes Vergnügen bei Fachbüchern.
26.February 2010 at 12:00 am
Ich bekam das Buch von einem Kollegen empfohlen, und zwar wärmstens empfohlen.
Eigentlich entwickeln wir FileMaker Datenbanken, und somit sind die Beispiele am Ende des Buches nicht wirklich nützlich für uns.
Warum also 50 Euro ausgeben?
Und warum dann 5 Sterne?
Kritische oder sparsame Geister könnten sich durchaus erstaunt zeigen. Zumal ich — wie mein Vorrezensent Christian, deren Meinung ich teile — nicht unbedingt mit Strenge geize, wenn ich das Produkt schlecht finde.
Nun, dieses Buch ist auch für Datenbank Entwickler gut.
Es ist sogar für jeden Software Entwickler gut. Und um so mehr, wenn dieser mit seinen Kunden schon mal Probleme hatte. Und sei es nur, damit er nie wieder solche Blamagen wie ein unzufriedener Kunde oder ein leeres Konto erleidet.
Das User-Story System habe ich gleich bei meinem größten Kunden in seinen fast hundert Tabellen eingebaut. Ich habe die User-Story lediglich flugs “Kundenwunschkarte” umbenannt, weil ich das hübscher fand. Und die Anwender ebenfalls.
Da eine Datenbank meistens anders als eine Web-Applikation benutzt wird, wurde einiges angepasst, aber im Prinzip ändert sich nichts.
Und die “weiße Tafel” mutierte gleich zu einer ganzen 6 x 2,5 halb Meter große Wand (bei so vielen Tabellen, klar, oder?).
Also, wer gerne zufriedene Kunden haben möchte, wer regelmäßig die Dauer einer Entwicklung unterschätzt, wer immer wieder von den Kurs-Änderungen vom Kunden aus dem Konzept gebracht wird (zum Teil willentlich seitens des Kunden, z. B. um die Bezahlung aufgrund des dann sicherlich auftretenden Chaos zu verweigern), dem wird mit diesem Buch auf jeden Fall geholfen.
Da sind keine “Programmier”-Tricks im Sinne vom “coolen” Codes (deswegen fallen die Beispiele am Ende des Buches nicht so ins Gewicht), sondern im Sinne von Methoden, Herangehensweise, Planung und fairen, freundlichen und glücklichen Umgang mit dem Kunden.
Und damit geraten Kunden, Entwickler und deren jeweiligen Umfeld eine Stufe näher ans Glück.
Und das ist mehr Wert als 50 Euro.
1.February 2009 at 12:00 am
OK, bei den ersten Kommentaren kommt ja immer der beste Freund des Autors/Lektors oder sonst ein Verlagslobbyist zum Zuge und überschüttet das Buch mit salbungsvollen Hymnen. Das bringt mich in eine schwierige Lage, denn ich bin hier früh dran, kritisiere oft und gern und finde das Buch trotzdem wirklich und ehrlich genial.
Warum?
1. Es ist extrem gut lesbar. Das bezieht sich nicht auf den Lehrstil der “Kopf bis Fuss” Bücher mit ihren mittlerweile sattsam bekannten Fotomodellen sondern auf die Qualität und Verständlichkeit der Übersetzung und die gewählten Beispiele.
2. Es ist prägnant und trotzdem detailliert. Was für eine seltene Balance.
3. Es bietet mehrere Fallstudien, die zu kompletten anspruchsvollen Applikation werden.
4. Es kommen gerade Themen detailliert dran, die überall sonst zu kurz kommen, z.b.: Vorgehensmodell, Iterationsplanung, Deployment, etc.
5. Es konzentriert sich auf die technischen und menschlichen Aspekte der Software-Entwicklung etwa in gleichem Masse.
OK, wenn ihr mir das jetzt nicht glaubt noch etwas zur Klarstellung:
Ich mag die “Kopf bis Fuss”-Reihe nicht besonders, das Hype-Geklingel um die tolle Erlernbarkeit des Stoffes mithilfe von Fotos und die massive Java-Lastigkeit der Sun-Autoren ist durchaus nervig.
Das gilt zum Glück genau nicht für dieses Buch!
14.September 2008 at 12:00 am
Inhaltlich sehr interessant und hilfreich, basiert auf Ideen aus agiler Softwarentwicklung und Scrum. Hierzu gibt es auch andere gute Bücher aber Klasse ist vor allem die Art der Stoffvermittlung. Leicht zu lesen und man hat das Gefühl den Inhalt auch nachhaltig verstanden zu haben. Toll sind auch die viele praktischen Beispiele mit Übungen zum selber nachdenken. Außerdem hat man den Eindruck, die vermittelten Konzepte sind praxiserprobt von den Autoren.